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Erfolgreiches Change-Management in SAP-S/4HANA-Projekten

DSAG-Academy-Training zu erfolgreichen S/4HANA-Transformationsprojekten

Die Einführung von SAP S/4HANA ist ein umfangreicher Prozess, der weit mehr als nur ein technisches Upgrade darstellt. Wie wichtig ist Ihrer Meinung nach professionelles Change-Management, und warum sollte es schon zu Beginn eines S/4HANA-Projekts eingeplant werden?

Christian Sahr: Change-Management ist essenziell, wenn es darum geht, den Wandel in der Organisation zu gestalten. Die Einführung von SAP S/4HANA berührt nicht nur die IT-Abteilung, sondern alle Unternehmensbereiche. Prozesse ändern sich, neue Rollen müssen definiert werden, und Mitarbeitende müssen mit der neuen Software vertraut gemacht werden. Wenn wir Change-Management von Anfang an einplanen, können wir die Akzeptanz und die Effizienz deutlich steigern. Es geht nicht nur um die Technik, sondern um das „Wie“ der Veränderung – das ist der Schlüssel, um das Projekt erfolgreich umzusetzen.

Niklas Rakowski: Der größte Fehler, den viele Organisationen machen, ist, Change-Management als nachgelagertes Thema zu betrachten. Es ist jedoch ein kontinuierlicher Prozess, der bereits in der Planungsphase eines S/4HANA-Projekts beginnen muss. Wenn wir Veränderungen nicht proaktiv begleiten, laufen wir Gefahr, die Akzeptanz bei den Mitarbeitenden zu verlieren und mit Widerständen konfrontiert zu werden, was den gesamten Projekterfolg gefährden kann. Unser DSAG-Academy-Training zielt genau darauf ab, diesen proaktiven Ansatz zu vermitteln.

Was sind die häufigsten Gründe für Fehlschläge in SAP-S/4HANA-Transformationsprojekten?

Rakowski: Einer der Gründe ist die mangelhafte Kommunikation. Wenn die betroffenen Mitarbeitenden nicht wissen, warum die Veränderung notwendig ist und wie sie sie betrifft, entstehen Angst und Widerstand. Ein weiterer kritischer Punkt ist, dass Führungskräfte oft nicht ausreichend in den Veränderungsprozess Rückhalt geben. Führungskräfte haben eine Schlüsselrolle, wenn es darum geht, den Wandel zu steuern und das Team zu unterstützen. Ohne klare Visionen und aktive Begleitung verlieren viele Mitarbeitende das Vertrauen in den Prozess.

Sahr: Ein häufiger Fehler ist außerdem, dass Unternehmen die Auswirkungen der Unternehmenskultur nicht genug berücksichtigen. SAP S/4HANA bringt neue Arbeitsweisen und digitale Prozesse mit sich, die technische Umstellungen erfordern, aber auch die stabilen, kollektiven Muster und Überzeugungen in der Organisation müssen ggf. nach der Umstellung anders sein, als vorher. Wenn dieser Aspekt nicht rechtzeitig angegangen wird, kann es zu Verunsicherungen und Blockaden kommen, die das Projekt verzögern oder gar scheitern lassen.

„Besonders wertvoll sind die Breakout-Sessions, in denen die Teilnehmenden ihre eigenen Herausforderungen diskutieren und konkrete Lösungsansätze entwickeln können.“
Christian Sahr
DSAG-Academy-Trainer

Gibt es noch weitere typische Herausforderungen?

Rakowski: Eine der häufigsten Herausforderungen in Veränderungsprozessen ist der Widerstand, der sowohl aus den Mitarbeitenden als auch aus Führungsebenen kommen kann. Oftmals haben Menschen Angst vor dem Neuen oder befürchten, dass ihre gewohnten, teilweise perfekt antrainierten Rollen oder ihre Arbeitsweise bedroht werden. Hier setzt unser Ansatz an: Wir helfen Führungskräften, die Bedeutung des Wandels zu vermitteln und dabei eine offene Kommunikation zu fördern.

Sahr: Zusätzlich achten wir darauf, dass alle Beteiligten frühzeitig eingebunden werden und sich aktiv am Prozess beteiligen. Ein weiterer häufiger Stolperstein ist die mangelnde Akzeptanz von Veränderung, besonders bei größeren Systemeinführungen wie SAP S/4HANA. Dem begegnet man am besten mit frühzeitiger Einbindung und wahrhaftigem Austausch der verschiedenen Perspektiven.

Wie kann professionelles Change-Management hier konkret unterstützen?

Rakowski: Ein strukturierter Change-Management-Ansatz hilft, alle Mitarbeitenden frühzeitig zu integrieren und ihre Bedenken zu adressieren. Wir setzen auf eine Mischung aus Informationsweitergabe und aktiver Mitgestaltung. Ein proaktiver Ansatz stellt sicher, dass alle auf dem gleichen Stand sind und die Veränderung gemeinsam gestalten können. Zudem unterstützen wir Führungskräfte dabei, die Veränderung als Chance zu sehen und die richtigen Werkzeuge zu nutzen, um das Team während des gesamten Prozesses zu begleiten.

Sahr: Ein ebenso wichtiges Element, das wir in unserem Training vermitteln, ist die Definition klarer Rollen und Verantwortlichkeiten. Während der Einführung von SAP S/4HANA müssen neue Aufgaben und Verantwortungen verteilt werden. Die Mitarbeitenden müssen wissen, was von ihnen erwartet wird und welche Unterstützung sie erhalten. Durch ein gut strukturiertes Change-Management können diese Übergänge reibungsarm gestaltet werden, ohne dass die Produktivität drastisch sinkt oder Mitarbeitende überfordert sind.

Was bedeutet der systemische Ansatz in Ihrem Change-Management-Training und wie setzen Sie ihn konkret um?

Rakowski: Der systemische Ansatz ist für uns ein wichtiger Bestandteil jeder Veränderung. Wir betrachten nicht nur isolierte Aspekte, sondern die gesamte Organisation und deren Verknüpfungen. Wenn wir beispielsweise Change-Management-Prozesse gestalten, analysieren wir nicht nur, wie sich diese auf einzelne Teams oder Abteilungen auswirken, sondern auch, wie sie das Gesamtsystem beeinflussen. Dies sorgt dafür, dass Veränderungen nachhaltig sind und nicht nur an einer Stelle zu Verbesserungen führen, sondern alle relevanten Bereiche miteinbezieht. In der Praxis bedeutet das, dass wir empfehlen, intensiv mit verschiedenen Stakeholdern auf allen Ebenen zusammenzuarbeiten, ihre Perspektiven einzuholen und sie aktiv in den Veränderungsprozess einzubinden.

Welche Rolle spielt die Impact-Analyse in Ihrem Ansatz?

Sahr: Die Impact-Analyse ist ein essenzielles Werkzeug für uns. Sie hilft dabei, frühzeitig zu erkennen, wie Veränderungen die Organisation und ihre einzelnen Bereiche beeinflussen. Konkret geht es um die Frage: Was müssen die Mitarbeitenden aufgeben, von welchen gewohnten Verhaltensweisen müssen sie sich verabschieden? Während der Planung eines S/4HANA-Transformationsprojekts berücksichtigen wir, wie sich die Veränderungen auf Prozesse, Mitarbeitende und die Unternehmenskultur auswirken werden. Diese Analyse ermöglicht es uns, die richtigen Maßnahmen zur Minderung von Risiken und Widerständen zu identifizieren und sicherzustellen, dass die Einführung des neuen Systems reibungsarm verläuft. Darüber hinaus hilft sie, die richtigen Prioritäten zu setzen, und trägt dazu bei, dass die Transformationsziele effizient und mit minimalen Störungen erreicht werden.

„Der Erfolg unseres Trainings liegt in der Mischung aus tiefgehendem Wissen, praxisnaher Umsetzung und persönlichem Austausch.“
Niklas Rakowski
DSAG-Academy-Trainer

Ein wesentlicher Bestandteil Ihres Trainings ist die Praxisorientierung. Was können die Teilnehmenden konkret aus den interaktiven Übungen und Diskussionen mitnehmen, um ihre eigenen Transformationsprojekte zu unterstützen?

Sahr: Unser Training basiert auf einer Kombination aus Theorie und Praxis. Durch die interaktiven Übungen, Diskussionen und den Praxisbezug bieten wir den Teilnehmenden viele Möglichkeiten, ihr Wissen direkt auf ihre eigenen Projekte anzuwenden. Besonders wertvoll sind die Breakout-Sessions, in denen die Teilnehmenden ihre eigenen Herausforderungen diskutieren und konkrete Lösungsansätze entwickeln können. Am Ende haben sie nicht nur ein tiefes Verständnis für Change-Management, sondern auch einen klaren Fahrplan, wie sie es im eigenen Unternehmen erfolgreich umsetzen.

Rakowski: Wir bieten im Nachgang auch  Transfer-Learning-Coffees an, bei denen die Teilnehmenden in einer informellen Runde ihre Erfahrungen und Erlebnisse austauschen können. Das hilft, das Erlernte weiter zu festigen und den Transfer in den Arbeitsalltag zu gewährleisten. Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, Fragen zu stellen, die speziell auf ihre aktuelle Situation zugeschnitten sind – so bekommen sie praxisnahe Antworten, die sie sofort in ihrem Projekt umsetzen können.

Sie haben das Training schon mehrere Male durchgeführt und eine beeindruckende Erfolgsgeschichte vorzuweisen. Was macht Ihrer Meinung nach den Erfolg dieses Trainings aus, und warum ist es mittlerweile eines der erfolgreichsten und am häufigsten durchgeführten Trainings der DSAG-Academy?

Rakowski: Der Erfolg liegt in der Mischung aus tiefgehendem Wissen, praxisnaher Umsetzung und persönlichem Austausch. Wir bieten den Teilnehmenden nicht nur theoretische Inhalte, sondern auch einen klaren, umsetzbaren Plan für ihre SAP-S/4HANA-Projekte. Außerdem sorgt die begrenzte Teilnehmendenzahl dafür, dass wir individuell auf die Bedürfnisse jeder Teilnehmerin und jedes Teilnehmers eingehen können – das ist ein wichtiger Erfolgsfaktor.

Sahr: Wir haben in den letzten Jahren viele Unternehmen bei ihrer Transformation begleitet und wir wissen einfach, dass dieser Weg in der Realität funktioniert. Das Vertrauen der Teilnehmenden wächst durch unsere praxisorientierte Methodik und die persönliche Betreuung während des gesamten Trainings.

Vielen Dank für das Gespräch!

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