Die Macht eines starken Netzwerks
Women@DSAG: Neues Sprecherinnen-Team startet Mentoring-Programm
Seit dem DSAG-Jahreskongress hat das Frauennetzwerk eine neue Spitze. Neben der bisherigen Sprecherin Franziska Niebauer, HELIOS Kliniken GmbH, ist nun Elisa Ziegenbein, SNP Schneider-Neureither & Partner SE, mit an Bord. Im Interview berichten die beiden von ihren Plänen mit den Women@DSAG – und dem frisch gestarteten „Female-Code-Netzwerk“.

1.443 Frauen – so viele Mitglieder zählt die Initiative Women@DSAG derzeit. Eine beachtliche Zahl, die unterstreicht, wie groß der Bedarf von Frauen innerhalb der IT- und SAP-Branche nach Vernetzung ist und dass die Arbeit der Women@DSAG der vergangenen Jahre Früchte trägt. Diese Arbeit möchte das Sprecherinnen-Team aus Franziska Niebauer und Elisa Ziegenbein erfolgreich weiterführen. An Ideen und Tatkraft mangelt es den beiden nicht. Beim DSAG-Jahreskongress in Bremen präsentierten Niebauer und Ziegenbein in ihrem Vortrag erstmals die geplante Neuausrichtung des Frauennetzwerks. Im Interview geben sie weitere Einblicke.
Bisher zielte die Initiative Women@DSAG darauf ab, die Position und Rolle von Frauen innerhalb der DSAG sowie im SAP- und im IT-Umfeld zu stärken und die weiblichen Mitglieder miteinander zu vernetzen. Hat sich daran etwas geändert?
Franziska Niebauer: Nein, ganz im Gegenteil. Unser Ziel ist es weiterhin, Frauen im beruflichen Umfeld zu unterstützen. Wir wollen ihre Sichtbarkeit innerhalb der männerdominierten Branche erhöhen und sie zugleich dazu ermutigen, selbst aktiv zu werden und aus dem „Schatten“ ihrer Kollegen herauszutreten.
Elisa Ziegenbein: Dafür geben wir ihnen im wahrsten Sinne des Wortes eine Bühne. Wir fördern ihre Präsentationsfähigkeiten, schaffen Vortragsmöglichkeiten innerhalb unseres Netzwerks – zunächst im sicheren Raum – und motivieren sie dazu, sich zu „zeigen“. Wir vermitteln bzw. empfehlen unsere Mitglieder als Referentinnen aber auch gezielt extern weiter. In unseren Reihen haben wir schließlich zahlreiche Frauen mit hoher fachlicher Expertise, die gesehen werden sollten. Unsere Aufgabe sehen wir also darin, die Frauen zu bestärken, sowohl diejenigen, die schon präsent sind, als auch jene, die vielleicht noch gar nicht wissen, was in ihnen steckt.
Welche Bühnen bieten Sie den Frauen konkret?
Franziska Niebauer: Zunächst haben wir regelmäßige digitale Netzwerktreffen, die mit einem Impulsvortrag beginnen, bevor wir in die Diskussion starten. Hierfür suchen wir immer Frauen, die sich mit spannenden Themen einbringen. Eine schöne Möglichkeit, um die eigenen Erfahrungen oder Perspektiven zu teilen. Die nächste Online-Session im Februar 2026 steht zum Beispiel unter der Überschrift „New Leadership“. Wir treffen uns außerdem gelegentlich mit anderen Frauennetzwerken wie den SAP Women in Tech zum persönlichen Austausch und setzen gemeinsam Veranstaltungen um.
Elisa Ziegenbein: Darüber hinaus sind wir auch bei den DSAG-Großevents aktiv. Von DSAG-Jahreskongress bis Personaltage haben wir meist mehrere Vortragsslots, die wir mit unseren weiblichen Mitgliedern besetzen. Auch bei den kommenden DSAG-Technologietagen im März 2026 werden wir uns vor Ort engagieren – inhaltlich und voraussichtlich außerdem mit einem Speed-Networking. Denn auch den Netzwerkgedanken verfolgen wir weiterhin intensiv. Hier setzt das „Female-Code-Netzwerk“ an.
Was hat es damit auf sich?
Franziska Niebauer: AlsTeil unserer Neuausrichtung möchten wir unsere weiblichen Mitglieder durch starke Role Models empowern. Der Gedanke ist, diese Vorbilder mit anderen Frauen unseres Netzwerks zusammenzubringen. Dafür bieten wir mit dem „Female Code“ eine digitale Datenbank. Sie verbindet Frauen in der DSAG nach Expertise, Erfahrung und Rolle. Durch diese gezielte Eins-zu-Eins-Vernetzung können sich die Teilnehmerinnen austauschen, beraten und gegenseitig im beruflichen Kontext unterstützen. Dabei lernen sie voneinander wie bei einem Mentoring-Programm – allerdings auf Augenhöhe, sind fachlich verbunden und werden persönlich gestärkt.
Wie läuft das praktisch ab? Wie können die Frauen mitmachen?
Elisa Ziegenbein: Das Angebot richtet sich an alle Frauen innerhalb der DSAG.Wer Teil von „Female Code“ werden möchte, kann sich einfach registrieren und den Fragebogen ausfüllen. Der Link ist in unserem Gremium im DSAGNet hinterlegt. Auf Basis der angegebenen Interessen, Job-Rolle, Karrierephase und weiteren Antworten werden die Frauen miteinander „gematcht“. Ab diesem Zeitpunkt läuft der Austausch zwischen den beiden Teilnehmerinnen eigenständig. Das Programm ist seit ein paar Wochen am Start und im ersten Durchlauf haben sich schon rund 50 Frauen angemeldet – ein tolles Signal.
Mit Blick in die Zukunft: Was sind eure Pläne, was habt ihr darüber hinaus vor?
Franziska Niebauer: Unser langfristiges Ziel ist ein belastbares Netzwerk, das Frauen branchenübergreifend miteinander verbindet. Wir möchten eine starke Community aufbauen aus Frauen, die sich gegenseitig unterstützen und bestärken. Denn gemeinsam kommen und bringen wir uns voran.
Über das „Female-Code-Netzwerk“
Das „Female-Code-Netzwerk“ ist eine Art Datenbank, in der sich weibliche DSAG-Mitglieder registrieren und so ihre Expertise, Erfahrungen und Rollen transparent machen können. Ziel ist es, Frauen zusammenzubringen, damit sie sich gegenseitig beraten, unterstützen und inspirieren können. Gleichzeitig trägt das Netzwerk dazu bei, stereotype Rollenbilder aufzubrechen und die Vielfalt weiblicher Karrieren in der IT sichtbar zu machen. Es soll auch als Wissens- und Erfahrungsquelle für Frauen dienen, die den Einstieg in die IT suchen oder sich beruflich weiterentwickeln möchten. Wie bei einem Mentoring-Programm bekommt jede Teilnehmerin ein passendes „Match“ vorgeschlagen. Durch diese Eins-zu-Eins-Vernetzung können sich die Frauen gegenseitig empowern.


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