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DSAG-Personaltage 2026: HR-IT bei der enviaM-Gruppe

Cornelia Grimm über SAP SuccessFactors, KI-Trends und HR-Roadmaps

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Frau Grimm, welche SAP-Systeme setzen Sie derzeit für HR bei der enviaM-Gruppe ein?

Cornelia Grimm: Wir setzen klassisch im Kern SAP HCM ECC 6.0 in der On-Premises-Variante ein. Wir bereiten gerade aber auch den Umstieg auf SAP HCM for S/4HANA (H4S4) vor. Außerdem haben wir SAP SuccessFactors im Einsatz, nutzen das Fiori-Launchpad mit zahlreichen Applikationen. Gleichzeitig setzen wir BI-Systeme von SAP ein und nutzen SAP zur Business-Process-Orchestration.

Wie zufrieden sind Sie mit den SAP-Lösungen im HR-Kontext?

Bisher sind wir sehr zufrieden. Die SAP-Lösungen im HR-Kontext sind im Prinzip alternativlos. Für den deutschsprachigen Raum – bzw. auch international für große Firmen mit vielen Mitarbeitenden gibt es so gut wie keine andere Lösung. Ich schätze SAP HCM sehr, da es flexibel und individualisierbar ist. Gleichzeitig lässt sich mit der Lösung die Komplexität der gesetzlichen Vorgaben gut abbilden.

Sie haben erwähnt, dass Ihr Unternehmen SuccessFactors einsetzt. Welche Rolle spielt die Cloud-Lösung konkret in Ihrer HR-IT-Roadmap?

Derzeit spielt SuccessFactors eine mittlere Rolle für uns. Wir nutzen die Lösung im Bereich Recruiting und im Learning. Wir setzen derzeit kein Employee Central ein und beobachten hier erstmal die Entwicklungen.

Welche SAP-/HR-Trends werden Ihre Arbeit in den kommenden Jahren am stärksten beeinflussen?

Am Horizont zeichnet sich schon stark ab, dass alles in Richtung Künstlicher Intelligenz (KI), SAP Joule, den Ausbau von SuccessFactors und die Employee Central Payroll geht. SAP hat die Roadmap klar vorgezeichnet. Allerdings sehen wir als Endanwender, dass wir noch einen großen Spagat hinlegen müssen. Einerseits geht der Trend zu KI und zukunftsorientierten Lösungen. Aber andererseits haben wir noch eine weite Reise vor uns, damit wir bereit sind, um diese Systeme überhaupt einsetzen zu können.

In welchen Bereichen wünschen Sie sich mehr Unterstützung durch SAP oder Partner? 

Zum einen muss klar sein, wo die Reise langfristig hingehen soll. Zum anderen müssen wir als Endanwender mitgenommen werden. Die Entwicklungen sind schnell und komplex. Deshalb stehen wir vor der Herausforderung zu verstehen, was da überhaupt passiert, welche Technologien eingesetzt werden und wie wir sie langfristig für uns anwenden können. Da wünsche ich mir von SAP eine stringentere Roadmap, eine klarere Kommunikation, welche Produkte kommen werden und was sie beinhalten. Ich möchte wissen, worauf ich in der Vorbereitung achten sollte – und natürlich auch langfristig, um mein Unternehmen an die neuen Themen erst einmal überhaupt heranführen zu können.

Welche Rolle spielen die Partner vor diesem Hintergrund?

Ich schätze insbesondere die Kooperationspartner, die uns helfen, die SAP-Produkte zu verstehen. Es gibt einige Beratungsfirmen, die viele Info-Sessions geben, in denen sie die Produkte erklären, Vergleiche anbieten, Vor- und Nachteile auflisten. Das kommt im Markt sehr positiv an. Das hat für uns als Endkunden großen Mehrwert und hilft uns dabei, uns zu orientieren sowie etwaige Fallstricke zu identifizieren.

Welche Themen wünschen Sie sich auf der Agenda der DSAG-Personaltage 2026? 

Ich erhoffe  mir erstens, dass SAP eine klare Roadmap vorstellt, wohin die Reise im HCM-Bereich geht. Wir reden viel über H4S4, doch ich wünsche mir einen stärkeren Fokus auch auf KI-Use-Cases. Im HR-Bereich gibt es hier bereits einige, die wir einsetzen können, die aber noch oberflächlich sind und stark von den Large Language Models abhängen und nicht so sehr auf die tatsächlichen Personaldaten abzielen oder uns im technischen Design unterstützen. Zweitens sehe ich eine große Herausforderung für die Unternehmen dahingehend mit der ‘Ressource Mensch’ und dessen Individualität zu arbeiten. Wie schaffen wir es, das Wissen und Können von unseren Mitarbeitenden schlank und effizient zu erfassen und langfristig in eine Demografieplanung zu überführen und für nachfolgende Generationen zu erhalten? Hier erhoffe ich mir durch KI einen Quantensprung – und, dass SAP bei den DSAG-Personaltagen 2026 tief auf diese Themen eingeht.

Gibt es noch weitere Themen, die bei den DSAG-Personaltagen aufgegriffen werden sollten?

Aus meiner Sicht ist das Thema SAP Datasphere interessant. Die Frage, wie wir die HR-Daten, Abrechnungs- und demografische Daten effizient managen und auswerten können, treibt mich um. Spannend wäre zu sehen, wie wir im Sinne von Citizen-Developer-Ansätzen einfach unsere eigenen Dashboards entwickeln könnten.

Was erhoffen Sie sich von den DSAG-Personaltagen 2026?

Der Austausch zwischen Endkunden und Anwendungspartnern bei den DSAG-Personaltagen ist sehr wertvoll. Ich freue mich wieder darauf, die konkreten Beispiele zu sehen, wie andere Unternehmen bestimmte Herausforderungen lösen. Für HR-IT-ler ist es sehr schwierig eine Community zu bilden und sich Ideen von außen zu holen. In der eigenen Firma arbeiten wir oft in kleinen Teams. Hier ermöglichen die DSAG-Personaltage einen intensiven Austausch und den Blick über den Tellerrand.

Vielen Dank für das Gespräch!

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