Planon als SAP Solution Extension
Mehr Verbindlichkeit für das SAP-Real-Estate-Ökosystem
Mit der Ankündigung, dass Planon nun als SAP Solution Extension (SolEx) verfügbar ist, hat SAP im Januar 2026 einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunft für die Weiterentwicklung der SAP-Real-Estate-Landschaft gemacht. Aus DSAG-Sicht markiert diese Entscheidung einen Meilenstein hin zu mehr Vereinheitlichung, Transparenz und Verlässlichkeit für Anwenderunternehmen in der Immobilienwirtschaft.

Insbesondere für Organisationen, die ihre Immobilien-, Facility- und Nachhaltigkeitsprozesse eng mit SAP verzahnen, ist die SolEx-Einordnung mehr als ein Label. Hierdurch ergibt sich der Mehrwert insbesondere aus einem einheitlichen Vertrags- und Support-Modell sowie aus der transparenten Einbindung der Lösung in die SAP-Roadmap (SAP Road Map Explorer). Das schafft Planungssicherheit und stärkt langfristig die Investitionssicherheit.
Was bedeutet „SAP Solution Extension“ konkret?
Im Unterschied zu einer „endorsed App“ ist eine SAP Solution Extension enger in die SAP-Welt eingebunden. Für Anwenderunternehmen ist damit vor allem Folgendes verbunden:
- Vertragliche Klarheit: Die Lösung wird über SAP vertrieben und ist damit Bestandteil des SAP-Vertrags.
- Integrierter Support: Support-Prozesse sind in die SAP-Standards integriert und bieten damit mehr Verlässlichkeit im laufenden Betrieb.
- Gemeinsame Roadmap: Features und Functions werden nun gemeinsam in der SAP Roadmap (SAP Roadmap Explorer) abgebildet.
Aus DSAG-Sicht greift SAP damit zentrale Bedürfnisse der Anwender auf. „Für unsere Mitgliedsunternehmen ist entscheidend, dass Lösungen nicht nur technisch integrierbar sind, sondern auch organisatorisch und strategisch zusammenpassen“, ordnet Stephan Hüttmann, DSAG-Fachvorstand, ein und ergänzt: „Die Einstufung von Planon als SAP Solution Extension ist ein wichtiges Signal in Richtung Verbindlichkeit und langfristiger Planbarkeit.“
DSAG-Arbeitskreis Immobilienwirtschaft
Der Arbeitskreis begleitet den Wandel von RE-FX hin zu modernen, cloudbasierten Lösungen – u. a. mit SAP Contract and Lease Management (CLM), der Nebenkostenabrechnung, der verpflichtenden E-Rechnung und den Branchenlösungen der strategischen Partnerschaft mit Planon. Tauschen Sie sich mit anderen Unternehmen aus, bringen Sie Ihre Themen ein und profitieren Sie vom übergreifenden Dialog – z. B. mit der Schweizer Arbeitsgruppe und der Arbeitsgruppe E-Invoicing.
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Auswirkungen auf Betrieb und SAP-Landschaften
Viele SAP-Anwenderunternehmen arbeiten heute bereits mit mehreren Systemen parallel – auch im Immobilienumfeld. SAP RE-FX, spezialisierte Planungs-Tools oder externe Lösungen für Facility- und Sustainability-Themen sind Realität. Die SolEx-Strategie eröffnet hier Perspektiven. „Es geht nicht darum, bestehende Lösungen kurzfristig zu ersetzen. Vielmehr schafft die gemeinsame Roadmap von SAP und Planon die Grundlage, Systeme sauber miteinander zu verbinden, Zuständigkeiten klar zu definieren und Investitionen abzusichern“, betont Natalie Kaminski, DSAG-Arbeitskreissprecherin Immobilienwirtschaft. Gerade für den stabilen Betrieb in komplexen SAP-Landschaften ist diese Klarheit essenziell. Einheitliche Support-Strukturen und definierte Integrationsszenarien reduzieren Risiken und erhöhen die Betriebssicherheit.
CLM und Nebenkostenabrechnung
Ein zentrales Thema aus Anwendersicht bleibt das Contract and Lease Management (CLM) als Teil-Nachfolger des bisherigen RE-FX-Moduls. Die Integration von Planon bietet hier Perspektiven, deckt jedoch aktuell noch nicht alle Anforderungen vollständig ab. Zum Beispiel die Optionssatz- und Vorsteuer-Behandlung ist für viele Immobilienunternehmen essenziell, steht aber leider noch nicht zur Verfügung. Außerdem gibt es aktuell noch keine ausreichenden Funktionen für die Wohnungswirtschaft, Flurstücks- und Grundbuch-Verwaltung (bisher SAP LUM). Auch die Nebenkostenabrechnung, insbesondere im Kontext des angekündigten Release 2602, steht weiterhin im Interesse der Community. Für die DSAG-Community ist es daher wichtig, die noch fehlenden Feature-Requests weiterhin direkt in Richtung SAP zu kommunizieren. „Unsere Aufgabe hinsichtlich der Einflussnahme auf SAP ist es, auf funktionale Lücken hinzuweisen. SAP wiederum muss ein funktionierendes Produkt liefern – eine Nebenkostenabrechnung ohne Vorsteuer können Immobilienkunden z. B. nicht einsetzen! Die SolEx-Entscheidung ist ein Schritt nach vorn, insoweit die notwendige Weiterentwicklung zentraler SAP-Funktionalitäten vorangetrieben wird“, so Kaminski.
DSAG, SAP und Planon
Die Einstufung von Planon als SAP Solution Extension ist auch Ergebnis eines intensiven Dialogs in den Jahren 2024 und 2025. Die DSAG hat die Anforderungen und Erwartungen ihrer Mitglieder wiederholt adressiert und den Austausch mit SAP und Planon aktiv begleitet. Hüttmann ordnet die Entscheidung strategisch ein: „Für die Anwender ist entscheidend, dass Partnerschaften zwischen SAP und Lösungsanbietern nicht nur auf dem Papier bestehen. Mit der Solution Extension demonstriert SAP gemeinsame Verantwortung – das schafft Vertrauen.“ Aus Sicht des DSAG-Fachvorstands zeigt sich hier, wie wichtig ein kontinuierlicher Dialog zwischen Anwendern, SAP und Partnern ist, um langfristig tragfähige Lösungen zu schaffen.
Austausch im Arbeitskreis Immobilienwirtschaft
Die DSAG begleitet diese Entwicklungen eng im Arbeitskreis Immobilienwirtschaft. Nur wenige Tage nach der offiziellen Verkündung konnten bereits erste Austauschformate mit SAP und Planon angeboten werden – ein klares Zeichen für die Nähe des Arbeitskreises zu aktuellen strategischen Themen. Die nächste Möglichkeit, sich aktiv einzubringen im DSAG-Arbeitskreis Immobilienwirtschaft ist am 19. März 2026 beim Arbeitskreistreffen in Eschborn. Details zu den Entwicklungen rund um Planon und die Auswirkungen der Neuerungen finden DSAG-Mitglieder in der Aufzeichnung zur Websession vom 21.01.2026 im DSAGNet.
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