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Wer ist eigentlich… Andreas Schmidhuber?

SAP-Ansprechpartner für SuccessFactors und Personalwesen im Portrait

Was ist Ihre Hauptaufgabe bei SAP – unabhängig von Ihrer Rolle im DSAG-Gremium?

Andreas Schmidhuber: Ich bin Customer Success Manager für SAP SuccessFactors. In dieser Rolle verstehe ich mich als Advokat meiner Kunden in die SAP-Organisation hinein – also im After-Sales. Mein Ziel: Die Versprechen aus der Vertriebsphase sollen keine Versprechen bleiben, sondern Realität werden. Ich begleite meine Kunden so, dass sie unsere Lösung erfolgreich einführen und den maximalen Mehrwert aus ihren Verträgen ziehen.

Wie, warum und seit wann sind Sie SAP-Ansprechpartner für die DSAG?

Schmidhuber: Ich bin seit 3,5 Jahren bei SAP – und seit drei Jahren Ansprechpartner für die Arbeitsgruppe SuccessFactors. Die Verbindung liegt auf der Hand: Als Customer Success Manager begleite ich täglich Kunden bei der Einführung und Nutzung von SAP SuccessFactors. Die DSAG kenne ich schon viel länger: Vor meiner SAP-Zeit war ich fast zehn Jahre auf Kundenseite in verantwortlichen Rollen für die Einführung von SAP SuccessFactors tätig. Dabei war ich bei der Gründung der Arbeitsgruppe SuccessFactors dabei und zwei Jahre deren Sprecher. Seit Kurzem übernehme ich zusätzlich die Rolle des Ansprechpartners für den Arbeitskreis Personalwesen, gemeinsam mit meinem Kollegen Michael Brass.

Welche Bedeutung hat diese Rolle für Ihre tägliche Arbeit?

Schmidhuber: Es geht immer darum, Kunden mit unseren Lösungen erfolgreich zu machen. Dafür braucht es einen offenen Austausch: Auf der einen Seite erkläre ich unsere Strategie und Innovationen transparent und zeige, welchen Mehrwert Kunden dadurch gewinnen. Auf der anderen Seite nehme ich Impulse von den Mitgliedern auf, um ihre Herausforderungen besser zu verstehen. So lassen sich Rückmeldungen direkt ins Produktmanagement weiterleiten.

Welche Themen werden aktuell im Gremium diskutiert?

Schmidhuber:  Ein zentrales Thema ist die sichere Anwendung von KI – ihr Einfluss auf HR-Prozesse und der damit verbundene Mehrwert. In SuccessFactors haben wir hier eine Vorreiterrolle übernommen und erste Use-Cases umgesetzt. Daneben beschäftigen uns die Core-HR-Prozesse, vor allem im Hinblick auf das bevorstehende Wartungsende von SAP ECC HCM. Besonders wichtig ist das Zusammenspiel von Employee Central, Employee Central Payroll und Time Tracking.

Welche Anforderungen stellt die DSAG an SAP?

Schmidhuber: Im Kern geht es um Transparenz und Verständnis – auf beiden Seiten. Wer den Schritt in die Public Cloud wagt, sollte nicht versuchen, bestehende Prozesse 1:1 zu übertragen. Vielmehr ist es eine Chance, alte Herangehensweisen kritisch zu prüfen und mit Leading-Practices zu optimieren. Komplexe Prozesse erzeugen Aufwand – für Mitarbeitende, Führungskräfte, HR und IT. Ich kenne das gut aus meiner Zeit auf Kundenseite. Deshalb halte ich es für wichtig, hier gemeinsam zu vereinfachen und Standards zu nutzen.

Wie stark fließen Impulse aus dem Gremium in die Produktentwicklung ein?

Schmidhuber: Aktuell laufen keine direkten Initiativen mit dem Produktmanagement. Allerdings sehen wir, dass Kunden teilweise Schwierigkeiten haben, mit den schnellen Innovationszyklen der Public Cloud Schritt zu halten. In der AG informieren wir deshalb intensiv über Weiterentwicklungen und zeigen, was heute schon möglich ist. Gleichzeitig konnten wir im ersten Halbjahr anhand von Roadmap-Sessions verdeutlichen, wie von DSAG-Mitgliedern top-gewählte Verbesserungsvorschläge tatsächlich in die Produktentwicklung eingeflossen sind.

Wie gestaltet sich der Austausch mit den Sprecher:innen und der DSAG-Geschäftsstelle?

Schmidhuber: Wir kennen uns seit vielen Jahren und verstehen uns nahezu blind. Das erleichtert die Zusammenarbeit enorm und können direkt in die inhaltliche Diskussion gehen. Das gemeinsame Ziel ist klar: unsere Kunden und Mitglieder erfolgreicher machen.

Gibt es Reibungspunkte oder strukturelle Herausforderungen?

Schmidhuber: Innerhalb der AG SuccessFactors läuft es sehr gut. Natürlich gibt es auch mal kontroverse Diskussionen, aber immer auf Augenhöhe. Unterschiedliche Perspektiven empfinde ich als wertvoll. Optimierungsbedarf sehe ich eher beim Zusammenspiel zwischen den verschiedenen Gremien des Arbeitskreises Personalwesen. Teilweise agieren die Gruppen sehr autark, obwohl es Überschneidungen gibt. Die Struktur ist zudem noch stark von der On-Premises-Vergangenheit geprägt. Hier könnte ein frischer Ansatz helfen, Brücken zu schlagen.

Was sind die größten Schmerzpunkte im Zusammenspiel von SAP und DSAG?

Schmidhuber: Oft sind wir zu schnell in einer „Features & Functions“-Diskussion. Bevor wir über einzelne Funktionen sprechen, sollten wir zuerst die dahinterliegenden Prozesse verstehen. Nur so lassen sich Anforderungen wirklich durchdringen – und vielleicht sogar Lösungen finden, die leichter umzusetzen sind oder weltweit mehr Akzeptanz haben.

Welchen Mehrwert ziehen Sie persönlich aus dem Austausch mit der DSAG?

Schmidhuber: Der Austausch mit Kunden ist immer bereichernd. Wir sehen dadurch, ob der von uns erwartete Mehrwert tatsächlich auch von den Anwender:innen wahrgenommen wird. Gerade bei einer Public-Cloud-Lösung wie SuccessFactors schätze ich die Diskussionen in der Gruppe. Unsere Lösung muss für alle Kunden funktionieren. Und wenn Kunden sich gegenseitig austauschen, entstehen oft neue Sichtweisen und Ideen.

Was können SAP-Ansprechpartner:innen und Gremiensprecher-Teams voneinander lernen?

Schmidhuber: Für uns SAP-Ansprechpersonen ist der Reality-Check mit der Praxis entscheidend. Unsere beruflichen Hintergründe sind sehr unterschiedlich – da hilft es, offen in Diskussionen zu gehen und Erfahrungen aus der Praxis aufzunehmen. Gleichzeitig habe ich großen Respekt vor den Sprecher:innen, die ihr Ehrenamt zusätzlich zu ihrer eigentlichen Rolle übernehmen. Umgekehrt braucht es aber auch ihre Offenheit für unsere Ansätze. Denn der Weg in die Cloud bedeutet immer auch eine HR-Transformation, die sich an Best Practices orientiert – oft weit über SuccessFactors hinaus.

Welche Verbesserungen wünschen Sie sich für die Zusammenarbeit?

Schmidhuber: Ich würde mir wünschen, dass die Gremienstrukturen überprüft werden. Sie wirken teilweise noch etwas angestaubt aus On-Premises-Zeiten. Mehr Abstimmung zwischen den Gremien – und auch mit uns als SAP – wäre hilfreich. Die Vorbereitung der DSAG-Personaltage bietet dafür eine gute Gelegenheit.

Was würden Sie neuen SAP-Kolleg:innen empfehlen, die eine solche Rolle übernehmen?

Schmidhuber: Sie sollten vorbereitet sein auf hochkompetente Gesprächspartner, intensive Diskussionen – und gleichzeitig auf sehr viel Spaß. Für mich ist die Zusammenarbeit mit der DSAG, den Kunden und Partnern auch nach vielen Jahren ein Highlight meines Berufsalltags.

Vielen Dank für das Gespräch!

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