Was ist eigentlich… SAP Responsible Design and Production
SAP Responsible Design and Production (RDP) ist eine Cloud-Lösung
Sie unterstützt SAP-Kunden dabei, Verpackungen sowie deren regulatorische Risiken – Stichwort Plastic Packaging Tax oder auch Einwegkunststofffondsgesetz (EWKFondsG), – auf globalen Märkten zu verwalten und die Anforderungen der neuen Regulatorik zu erfüllen. Gleichzeitig hilft RDP beim Übergang zu einem nachhaltigen Verpackungsportfolio.

Die Cloud-Lösung gehört zum Sustainability-und Kreislaufwirtschafts-Portfolio von SAP, das Unternehmen dabei unterstützt, im Sinne einer ‚Circular Economy‘ nachhaltiger zu wirtschaften sowie soziale und ökologische Auswirkungen all ihrer Geschäftsprozesse im Blick zu haben. Ein wesentlicher Aspekt ist hier hierbei die Optimierung von Produktionsprozessen: von der Entwicklung bis zur Auslieferung an den Endkunden. Mehr Effizienz und weniger Ressourcenverbrauch, etwa durch weniger Abfälle, eine bessere Energieeffizienz dank grüner Energie oder auch optimierte Lieferketten, spielen hierbei eine wichtige Rolle.
Im Rahmen des EU Green Deals sind bereits seit 2021 in vielen Ländern der EU Plastikverpackungssteuern verpflichtend, die wiederum auch deutsche Unternehmen mit Standorten und Niederlassungen in bspw. Spanien, UK, Italien oder Polen betrafen. Seit Anfang dieses Jahres ist Deutschland nun auch direkt betroffen, schließlich wurde am 15.05.2023 das Einwegkunststofffondsgesetz (EWKFondsG) verabschiedet und zum 01.01.2024 eingeführt. Die Abgabe erfolgt erstmalig in 2025 für das Jahr 2024. Betroffen sind in Deutschland niedergelassene als auch nicht niedergelassene Marktteilnehmer, die EWK-Produkte gewerbsmäßig auf dem deutschen Markt entgeltlich oder unentgeltlich bereitstellen oder verkaufen. Erfasst sind mithin auch Befüller, Verkäufer und Importeure. Zur Veranschaulichung: Alleine eine Flasche Wasser braucht diverse Erst-, Zweit- und Drittverpackungsmaterialien, die selbst wiederum aus unterschiedlichsten Einzelmaterialien bestehen können, bis sie final im Supermarktregal landet.
SAP RPD beantwortet wichtige Fragen
Mit SAP RPD erhalten Anwender eine Lösung, die sie mehrfach unterstützt. Zum einen hilft sie dabei, die gesetzlichen Vorschriften der neuen Verpackungsregulatorik vollumfänglich einzuhalten – ein Stichwort von vielen ist hier die erweiterte Produkthaftung (Extended Producer Responsibility) –, zum anderen, nachhaltige und kostengünstige Verpackungslösungen auszuwählen. Konkrete Fragestellungen können u.a. sein: Welche Verpackungsarten und -ebenen fallen unter die neue Steuerpflicht? Welche Meldepflichten gelten, was sind die dazugehörigen Formulare und wie oft müssen sie ausgefüllt werden? Welche Ausnahmeregelungen gibt es? Diese und weitere wichtige Detailfragen hilft SAP RDP zu beantworten und in der Praxis umzusetzen, etwa mittels Analyse-Tools, die das Verpackungsportfolio und die daraus resultierenden Gebühren und Steuern berechnen.
Die Technologie dahinter
Hinter der neuen Lösung steht die SAP Business Technology Platform (BTP) inklusive Live-Konnektivität zu SAP S/4HANA. SAP RDP bietet Anwendern Unterstützung bzw. die entsprechenden Tools, um Kunststoffsteuern zu berechnen und das Reporting aktuell zu halten. Dafür nutzt die Lösung ein einheitliches Datenmodell, dass es im zweiten Schritt ermöglicht, Verpackungs-, Materialstamm- und Bewegungsdaten über eine offene Schnittstelle (Application Programming Interface – API) zu replizieren, Daten von Drittanbietern eingeschlossen. Wer noch mit Excel arbeitet, kann seine Daten zudem via Excel-Upload in das neue System laden. Das bisher zeitaufwändige manuelle Sammeln und Bereinigen von Daten wird durch eine zentrale Datenquelle abgelöst, das Reporting weitgehend und entsprechend den neuesten länderspezifischen Vorschriften aktualisiert. Auch Berichte werden gemäß eigener Organisationsdaten konfiguriert und berechnete Gebühren lassen sich als Konditionssätze in S/4HANA oder auch SAP ERP ECC replizieren, was die Fakturierung oder Preisfindung erleichtert.
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